Tablets in der beruflichen Weiterbildung

16. Mai 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Meines Erachtens ist die Integration von Tablets in der beruflichen Weiterbildung in bestimmten Szenarien denkbar und sinnvoll. Dabei können u. a. folgende Verwendungsarten unterschieden werden:

  • Tablet-User nutzt Apps: Bei dieser Variante liegt der Unterschied zur Nutzung eines Smartphones wesentlich in der Bildschirmgröße. Der Lernende nutzt also dieselben Apps, die er auch auf seinem Smartphone installieren kann. Die Apps können themenspezifisch Lerninhalte und -übungen beinhalten. Jedoch sind auch Apps vorstellbar, die aus Darstellungsgründen ein größeres Bildschirmformat brauchen und somit nur auf Tablets „passen“ und auf Smartphones nicht. Interessant ist hier sicherlich auch, ob Tools zur Eigenerstellung von Apps diesen Format-Aspekt gezielt berücksichtigen.
  • Tablet-User nutzt Browser: Hier nutzt der Lernende den Internet-Browser auf dem Tablet. Diese Variante bietet die üblichen Zugänge auf WBTs, offene oder geschützte Plattformen wie Wikis oder Lernmanagementsysteme. (Gerade Erfahrungen mit ILIAS oder Moodle auf einem Tablet sind interessant.) Abgesehen vom Kontext diverser Lehr-Lern-Arrangements könnten Tablets zukünftig auch gewisse Vorteile in betrieblichen Wissensmanagement-Szenarien haben, dies ist jedoch ein anderes (wenn auch hier verzahntes) Thema.
  • Tablet-User nutzt E-Books: Für E-Books erscheinen mir Tablets viel besser geeignet als Smartphones. Häufig sind E-Book-Formate ähnlich „geschlossen“ wie Apps, laufen also nicht im klassischen Browser, aber die E-Books sind hier zumeist auf Tablets und auf PCs nutzbar. Innovativ sind sicherlich Entwicklungen wie die „Blended Book-Lösungen“, auf die im WsW-Blog verwiesen wird.

Die Beschreibung o. g. Verwendungsarten erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie können in unterschiedlichen Szenarien zum Einsatz kommen. Neben üblichen Szenarien, die vergleichbar den „klassischen“ PC- oder Notebook-Einsätzen  gestaltbar sind, sehe ich einen wesentlichen Unterschied im „Device Einsatz Tablet“ bei den Trainings-Varianten…

…Training-on-the-job und

…Training-near-by-the-job.

Im Gegensatz zu Trainings-off-the-job handelt es sich bei diesen Varianten jedoch nicht um Workshops, Kurse oder (Blended Learning-) Seminare. Vielmehr geht es bspw. um Unterweisungen am Arbeitsplatz, Projektgruppenarbeit, Qualitätszirkel, Mentoring etc.
O. g. unscharfe Grenze zwischen Training und Wissensmanagement kommt hier also zur Geltung. In diesen Varianten kann das Tablet „dabei sein“ ohne „aufzutragen“, es kann „einfach mitgenommen werden“, in bestimmten Phasen kann auf Content „im Tablet“ verwiesen werden, zum Beispiel kann der Mentor und Lernende im Gesprächsverlauf auf Projekt-Wikis zugreifen, die situativ Referenz-Fälle multimedial off- und online vorhalten und erklären. (Die hin und wieder geäußerten Bedenken hinsichtlich WLAN-Bereitstellungen sind nach meiner Erfahrung übrigens im beruflichen Kontext viel geringer als in Schulen.) Auch diese Betrachtungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Ich möchte abschließend auf zwei Quellen verweisen, die unmittel- und mittelbar im Zusammenhang des „Device Einsatz Tablet“ in der beruflichen Weiterbildung stehen und sehr lesenswert für „unseren OPCO12-Kurs“ sind:

Weitere Gedanken folgen.

Oliver Basel

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