Das „Ich“ immer in der Mitte? Den gängigen PLE Modus hinterfragen.

11. September 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Natürlich ist das Thema PLE nicht brandneu. So finden sich bereits seit 5 Jahren zum Beispiel hier Listings, u. a. zu PLE-Applikationen (welche gegenwärtig z. T. schon wieder „out“ sein können). Und im Rahmen der dauernden Fachdiskussion sind offenbar unzählige persönliche Modelle zu PLE entstanden, in Diagrammen, Skizzen und Zeichnungen sammelt diese Website hier sicherlich nur einen Ausschnitt der persönlichen Modell-Eigenschaften über PLE, obgleich dies ein beachtlicher Fundus ist! Es ist auffällig, dass das „Ich“/“Me“ bei der überwiegenden Anzahl der Diagramme im Zentrum steht. Was ja naheliegend ist. Und dennoch würde ich dieses Zentrum stark hinterfragen. Zumal meine eigene Erfahrung zeigt, dass man manchmal von Institutionen oder Technologien in Lernsituationen so „beherrscht“ werden kann, dass dieses Zentrum gar nicht zu erkennen ist. In Ansätzen etwas anders betrachtet das Stephen Downes in diesem Vid bei 2:20. Sehenswert – nicht nur wegen der Frage zum Ich in der Mitte.

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Die Bibliothek als PLE

7. September 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Als besondere Einrichtung für die PLE erscheint mir doch die Bibliothek. Eine gute Bibliothek in der Nähe ist sozusagen einer von wenigen Grundpfeiler für PLE – und aus beruflicher Perspektive kann sie u. a. folgende Eigenschaften bieten:

  • Die Bereitstellung von aktueller Fachliteratur für den beruflichen Kontext. Hierzu zählen im Wesentlichen Handbücher, Fachzeitschriften, Lehrbuchsammlungen.
  • Das Angebot von abgeschirmten Arbeitsplätzen. Gemeint sind die Arbeitstische in der Bibliothek mit Strom- und Netzzugang für Notebooks.

Die Realität sieht natürlich oft anders aus. Fangen wir mit dem „in der Nähe an“: Man kann keine Universitätsbibliothek vor Ort erwarten. Es sind eher die städtischen Bibliotheken, welche häufig sogar vor Ort vorhanden sind, deren Materialbestand aber einfach nicht sehr fachspezifisch sein kann, insofern kommen sie einfach konzeptuell bedingt nur eingeschränkt als beruflich-orientierte PLE in Betracht. Es gibt aber durchaus Stadtbibliotheken, die zumindest sehr gute Arbeitstische bieten, an denen man sich mal vom gewohnten Büroumfeld z.B. wochenends zurückziehen kann. Einschränkend sind natürlich häufig die Öffnungszeiten.

Im Fokus der beruflichen Ausrichtung stehen sicherlich die Universitätsbibliotheken. Hier gilt eigentlich zumeist: „Students welcome“. Die allermeisten Info-Flyer spiegeln dies bereits wider und grundsätzlich ist eine „Uni-Bib“ ja auch für Studierende, Lehrende und Forschende gedacht. Da jedoch immer mehr Universitäten auch berufsbezogene Weiterbildungen (Kurse, Lehrgänge und Studiengänge für Berufserfahrene) anbieten, sollten sich m. E. die Universitätsbibliotheken (respektive: die zuständigen Ministerien) noch etwas mehr auf Zielgruppen jenseits der Studentenschaft einstellen.

Persönlich habe ich aber überwiegend gute Erfahrungen mit den Universitätsbibliotheken „in meiner Nähe“ als Berufstätiger gemacht. Viele Mankos spiegeln auch Mängel aus studentischer Sicht wider, was jedoch wirklich fehlt, ist die Möglichkeit eines Internet-Zugangs und umfassendere Online-Journal-Zugänge auch für nicht-studentische Nutzer in einer Uni-Bib. Dass dies mit Kosten verbunden ist, ist klar. Es ist aber zweckmäßig in „modernen Berufszeiten“.

Wo bin ich?

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