DL-Konzepte

K1 | Integrierte Trainings mit WBT

In einer Entwicklungsphase für E-Learning-Dienstleistungen der Jahre 2000 und 2001 sowie durch eine mehrjährige Folgephase erfolgreich durchgeführter E-Learning-Schulungsprojekte hat sich bei mir ein spezielles Konzept herausgebildet, das ich im Kontext der Andragogik als angemessen und bewährt betrachte. Dieses Konzept bezeichne ich als Integriertes Training mit WBT. Im Folgenden sind hierzu einige Grundaussagen aufgeführt. Für weitere Informationen zu dem Konzept sowie bei Interesse an einer für PE-Maßnahmen maßgeschneiderten Individual-Konzeption nehmen Sie bitte einfach zu mir Kontakt auf.

  • Die Dynamik des internationalen Wettbewerbs und die zunehmende Verwendung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien erfordern lebenslanges Lernen der Mitarbeiter eines Unternehmens. Das lebenslange Lernen muss dabei sehr flexibel, zunehmend intensiv und interdisziplinär durchgeführt werden.
  • Klassischer Präsenzunterricht allein kann den Anforderungen der heutigen Wissensvermittlung nicht gerecht werden. Lernen mit dem Computer in Form von computer-based training (CBT) und web-based training (WBT) tritt hinzu. Das E-Learning bringt die Vorteile des orts- und zeitunabhängigen Lernens mit sich und geht auf die Individualität der Lernenden ein (self-controlled learning).
  • Die Umsetzung von E-Learning für die berufliche Fort- und Weiterbildung ist jedoch mit Problemen verbunden. Jedes technologisch noch so hochwertige Konzept ist nie ein Selbstläufer und häufig stimmen technische Lernplattformen nicht mit menschlichen Lernprozessen überein. Eine komplette Ersetzung klassischer Präsenztrainings durch computer-basierte Trainings am Bildschirm ist nur bei sehr wenigen Lernthemen sinnvoll.
  • Ein E-Learning-Erfolgsmodell ist die Integration von E-Learning und klassischem Präsenzunterricht. Eine Umsetzung der Konzept-Form Integrierte Trainings mit WBT bestätigt den Erfolg dieses integrativen Ansatzes.
  • Ein Integriertes Training mit WBT erfolgt durch die Lernphasen classroom studies und web studies sowie methodisch durch guided learning und self-controlled learning. Klassische Unterrichtsmethoden werden über multimedia-geschulte Trainer/Dozenten mit digitalen Lernplattformen verknüpft. Der Lernende wird durch eine Möglichkeitsbandbreite des Lernens geführt: Vom Frontalunterricht im Schulungsraum über Teamlearning in realer oder virtueller Form bis hin zum unabhängigen Selbstlernen vor dem Computer im Netz.
  • Die Erfolgskontrolle für das E-Learning im Integrierten Training mit WBT erfolgt durch Schulungsmaßnahmen in der Handhabung der erforderlichen PC- und Internettechnik, durch kontinuierliche Teilnehmerberatung durch die Trainer und durch ein spezielles credit system innerhalb der WBT-Phasen.
  • Im Vordergrund meiner Konzept-Form steht nicht die Bereitstellung einer Technikplattform zum WBT, sondern die Einbeziehung von Ideen, Erfahrungen und Wünschen aller Beteiligten vom Integrierten Training mit WBT: der Teilnehmer an WBT-Kursen, der geschulten Trainer und Trainingsentwickler, der Projekt-Partner sowie der technischen Entwickler.

 

K2 | Anreicherung durch E-Learning-Elemente

Ein weiteres Konzept, das sich gegenwärtig entwickelt, konzentriert sich auf wenige Elemente des WBT, welche ausgewählt werden um bereits entwickelte/etablierte Präsenzseminare zu ergänzen. Im Fokus liegt dabei nicht eine Integration, sondern eine Unterstützung des Distance Learning-Ansatzes in einer Vor- und Nachphase des Präsenzunterrichtes sowie in ungeplanten Unterbrechungen. Als Beispiel können Seminare zum Thema CRM für Vertriebspersonal genannt werden. Die Seminare sind bereits für den Präsenzunterricht konzipiert. Die Zielgruppe ist jedoch beruflich häufig überregional unterwegs (auch ungeplant) und möchte im zeitlichen Vorfeld des Seminarstarts Informationen über Ablauf und Inhalte eines ausgewählten CRM-Seminars erhalten. Hierzu wird ein kompaktes Webinar einige Wochen vor Seminarstart angeboten, das die Teilnahme via Notebook und Webanbindung ortsunabhängig ermöglicht. Technisch wird das Webinar über ein Online-Konferenztool mit Projektionsflächen durchgeführt, der Zugang erfolgt dabei durch einen Internetbrowser. Das Tool ist speziell für die Vorfeldinformation ausgesucht, es ist ein E-Learning-Element, das die Seminarveranstaltung hier im Vorfeld anreichert. Dieses Konzept der Anreicherung durch E-Learning-Elemente umfasst also bewusst nicht die gesamte Bandbreite von WBT-Technologien, sondern verwendet wenige Tools, die gezielt für die Präsenzseminare ausgesucht werden.

Im Beispiel des CRM Seminars entstehen folgende Vorteile:
  • Der Teilnehmer kann im Vorfeld erfragen, welche Inhalte geschult werden. Er erhält vom Referenten eine kurze Präsentation im Webinar und bekommt Fragen direkt beantwortet.
  • Für die Vorfeldinformation ist keine Präsenz am Unterrichtsort erforderlich. Des Weiteren ist die Webinar-Zeit auf max. 30 Minuten begrenzt. Im Falle offener Fragen nach dieser Zeit kann auf E-Mail übergangen werden.
  • Der Teilnehmer erhält eine fundierte Entscheidungsgrundlage für seine Seminarteilnahme. Umgekehrt erhält der Referent einen Eindruck über weitere inhaltliche Problemstellungen, die im Seminar behandelt werden können.
  • Mögliche Unterbrechungen während des Präsenzseminars können durch die Webinar-Form abgefedert werden. Dies ist kein Kernnutzen des Konzeptes, bestimmte Berufsgruppen (z.B. Vertriebspersonal) wissen aber diese Option zu schätzen.
  • Bei einer Bedarfsfeststellung während des Präsenzunterrichts können weitere 1-2 Webinare für eine Nachbetreuung mit den Teilnehmenden geplant werden.
Das Konzept der Anreicherung durch E-Learning-Elemente sieht in der Regel vor, dass entweder im Vorfeld oder nach dem Ende der Präsenzunterrichtszeiten E-Learning-Elemente aus dem WBT-Bereich ergänzend hinzutreten. Durch die starke technische Entwicklung gerade im Bereich der Online-Konferenztechniken bietet sich die hier genannte Form des Webinars sehr gut an. Es sind aber auch andere Elemente aus dem Bereich von CSCW-Tools möglich.

K3 | Microlearning

Digital gestützte Lernelemente, welche Lerninhalte in relativ viele und relativ kleine Lerneinheiten beschreiben, die zeit- und ortsunabhängig eingesehen werden können, bilden den Kern des Konzeptes Microlearning. In der pädagogischen Diskussion umrahmen Microlearning und „Microcontents“ eine noch relativ junge Entwicklung im E-Learning-Bereich, welche unterschiedlichste Blickwinkel mit einbezieht und die Begriffe in Abhängigkeit dessen unterschiedlich definiert. Im Rahmen meiner Tätigkeiten (vgl. auch Abschnitt Integrierte Trainings mit WBT) bekommt das noch relativ junge Konzept „K3 | Microlearning“ durch folgende Eigenschaften ein zunehmendes Profil:


  • Einhaltung einer Herstellerunabhängigkeit von Lernmanagement-Systemen
    Im Vordergrund steht ein Konzept, nicht die Software.
  • Einbindung von Web 2.0-Technologien
    Bekannte Web-Techniken wie Blogs und Social Media-Tools als webbasierte Lerntools verwenden
  • Microcontents selbst erstellen
    Kleine Wissensbausteine in offenen Web-Bereichen finden und beschreiben
  • Kapselung und Wiederverwendbarkeit
    Bedarfsweise geschützte Lernräume, Wissensteilung durch Wiederverwendbarkeit digitaler Archive
  • Fachdidaktische Begleitung
    Tutorielle Begleitung im Sinne eines guided learning
Dem Ansatz Microlearning darf durchaus eine gewisse Zukunftsfähigkeit unterstellt werden. Zudem kann er in die Konzepte K1 + K2 vollends integriert werden. Als eigenständiges Konzept ist er jedoch hier zu verstehen und wenn Sie sich für Näheres und Details interessieren: Kontaktieren Sie mich.
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